14.03.2018 | Grauer Kapitalmarkt

Schieflage bei P&R Containerinvestments – Hohes Risiko für Anleger

Dr. iur. Thomas Pforr
Tel. 03695 / 606250
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Bei den Investments in P&R Container deutet sich eine bedrohliche Schieflage an. „Es muss befürchtet werden, dass das Neugeschäft nicht wie gewünscht läuft und die Auszahlungen an die Anleger nicht durch Mieteinnahmen von den Endkunden gedeckt sind. Das birgt ein erhebliches Risiko für die Anleger“, sagt der auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Rechtsanwalt Dr. Thomas Pforr, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht.

Sachverhalt:

Diese Befürchtungen werden vom Handelsblatt genährt. Das Blatt legte online Zahlen vor, nach denen die Einnahmen aus der Vermietung der Container in den Jahren 2014 bis 2016 deutlich hinter den Auszahlungen an die Anleger zurückblieben. Demnach betrug die Unterdeckung im Jahr 2014 ca. 190 Millionen Euro, im Jahr 2015 ca. 157 Millionen Euro und 2016 etwa 173 Millionen Euro. Insgesamt kommt in diesem Zeitraum ein erhebliches Minus zusammen. 

Dazu passen auch die Nachrichten, dass es zu Verzögerungen bei der Auszahlung von Mieten und Rückzahlungen an die Anleger kommen soll. Davon sollen aber nur wenige Anleger betroffen sein. Am 7. März 2018 wurde zudem bekannt, dass der Vertrieb für das aktuelle Container-Angebot Nr. 5005 überraschend geschlossen wurde. Wie das Handelsblatt weiter berichtet, sollen auch die Vertriebspartner in dünnen Worten aufgefordert worden sein, keine neuen Verträge mehr abzuschließen. „Aus aktuellem Anlass“ seien die aktuellen Angebote aus dem Vertreib genommen worden. Nähere Erläuterungen bleibt die P&R-Gruppe schuldig.

Risiko über den Totalschaden hinaus

„Von dieser Entwicklung dürfte nicht nur der Vertrieb überrascht worden sein. Auch für die Anleger verheißt das wohl nichts Gutes“, so Rechtsanwalt Dr. Pforr. Denn wenn das Neugeschäft hakt, kann es zu weiteren Zahlungsausfällen kommen. Für die Anleger kann das sehr bitter werden, ihr Geld steht auf dem Spiel. Im schlimmsten Fall drohen ihnen nicht nur der Totalverlust ihres investierten Geldes, sondern noch weitere finanzielle Verpflichtungen. Rechtsanwalt Dr. Pforr erklärt: „Das Prinzip bei den P&R Containerinvestments basiert darauf, dass die Anleger die Container kaufen, d.h. sie erwerben das Eigentum an den Containern. P&R kümmert sich dann um die weitere Vermietung und soll am Ende der Laufzeit des Kauf- und Mietvertrags die Container wieder zurückkaufen. Ist dieser Rückkauf aber nicht möglich, bleiben die Container Eigentum der Anleger. Dann sind sie für die weitere Bewirtschaftung verantwortlich. Dadurch können noch einmal enorme Kosten auf die Anleger zukommen.“

Ansprüche der Anleger

Für die Anleger stellt sich daher nun die Frage, wie sie aufgrund der aktuellen Entwicklung weiter vorgehen sollen. „Um sich vor finanziellen Verlusten zu schützen, sollten frühzeitig alle rechtlichen Optionen gezogen werden. Eine ordentliche Kündigung des Vertrags vor Ende der Laufzeit ist zwar nicht vorgesehen, es kann aber geprüft werden, ob die aktuelle Entwicklung zur außerordentlichen Kündigung berechtigt. Zudem können ggf. auch Schadensersatzansprüche entstanden sein“ so Rechtsanwalt Dr. Pforr.

Zwar wird das hohe Risiko der Anleger über den Totalverlust hinaus beispielsweise im Emissionsprospekt zum Angebot Nr. 5005 erläutert, dennoch können Schadensersatzansprüche bestehen. Denn auch die Vermittler bzw. Anlageberater trifft eine Aufklärungspflicht. Dr. Pforr: „Sie hätten die Anleger ebenfalls über die extremen Risiken aufklären müssen. Wurden diese verschwiegen oder verharmlost, können daraus Schadensersatzansprüche resultieren.“

Daten und Fakten

Für die Anleger stellt sich daher nun die Frage, wie sie aufgrund der aktuellen Entwicklung weiter vorgehen sollen. „Um sich vor finanziellen Verlusten zu schützen, sollten frühzeitig alle rechtlichen Optionen gezogen werden. Eine ordentliche Kündigung des Vertrags vor Ende der Laufzeit ist zwar nicht vorgesehen, es kann aber geprüft werden, ob die aktuelle Entwicklung zur außerordentlichen Kündigung berechtigt. Zudem können ggf. auch Schadensersatzansprüche entstanden sein“ so Rechtsanwalt Dr. Pforr.

Zwar wird das hohe Risiko der Anleger über den Totalverlust hinaus beispielsweise im Emissionsprospekt zum Angebot Nr. 5005 erläutert, dennoch können Schadensersatzansprüche bestehen. Denn auch die Vermittler bzw. Anlageberater trifft eine Aufklärungspflicht. Dr. Pforr: „Sie hätten die Anleger ebenfalls über die extremen Risiken aufklären müssen. Wurden diese verschwiegen oder verharmlost, können daraus Schadensersatzansprüche resultieren.“

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